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Ich (Timo) möchte kein Geheimnis daraus machen, dass Remote Viewing mein Leben signifikant verändert und bereichert hat. Dass ich überhaupt auf diesen Weg eingeschlagen bin, habe ich auch Erich von Däniken zu verdanken. Anlässlich seines Todes am 10. Januar 2026 möchte ich einige persönliche Worte aussprechen.

Ja, durch meine intensive Zeit an der Uni bin ich naturwissenschaftlich geprägt. Viel zu spät habe ich erkannt, dass ein Studium wie ein Heranzoomen durch ein Teleobjektiv ist: man erkennt immer mehr Details, blendet aber auch immer mehr aus der Umgebung aus. Es war genau in der Phase des beruflichen Erfolgs nach dem Studium (zu der Zeit, in der mir Remote Viewing noch unbekannt war), in der ich praktisch aus dem Nichts heraus und ohne besondere Intention auf ein Interview mit Erich von Däniken stieß. Es war sein Interview damals bei KenFM - ein Internetportal, das sicherlich vielen Lesern noch bekannt sein wird.

Das Interview von EvD bewirkte etwas in mir. Ich kannte natürlich grob seine Theorien, hatte mich damit aber nie wirklich befasst. Das Interview zog mir nicht den Boden unter den Füßen weg, es wirkte viel subtiler: EvDs Worte wirkten wie eine Einladung, über den Tellerrand hinauszuschauen. Keine brachiale Gewalt, die mein Weltbild einstürzen ließ, sondern vielmehr ein Angebot. Und ich nahm an.

Das Interview war der Startpunkt einer persönlichen Reise, hin zum leidenschaftlich und beruflich arbeitenden Remote Viewer, weg vom Teleobjektiv und hin zum Betrachten der Welt durch das Weitwinkelobjektiv. Mit allen persönlichen Turbulenzen, die so ein Wandel mit sich bringt. Und natürlich haben mich auf diesem Weg sehr wichtige Menschen begleitet und vorangebracht, allen voran natürlich Lyn Buchanan, aber auch Lori Williams und Manfred Jelinski. Auch Illobrand von Ludwiger spielt eine Rolle, aber leider habe ich ihn nie persönlich kennenlernen dürfen. Der Ursprung, die Sekunde Null dieser Reise allerdings, die gehört Erich von Däniken. Durch ihn stieß ich auf Illobrand von Ludwiger und damit auf das PSI-Phänomen. Das brachte mich zu Manfred Jelinski und schließlich zu Lyn Buchanan und Lori Williams.

Wie es das Schicksal wollte, ließ ich Marie irgendwann einmal das Grab von Sechemhet viewen und sie sollte wahrnehmen, was Professor Goneim in ihm sah, das ihn offensichtlich dazu veranlasste, sich das Leben zu nehmen. Wir berichteten darüber. Da wir die Ergebnisse für sehr spannend hielten, schickten wir sie an EvD und bekamen Rückmeldung von Ramon Zürcher, den wir auf dem folgenden AAS Kongress sowie am Vortrag von EvD in Hofgeismar (Nordhessen) persönlich trafen. Wie es das Schicksal wollte, bekamen wir Gelegenheit, mit Ramon, seiner Partnerin Annika und mit Erich von Däniken zweimal im privaten Rahmen zu Abend zu essen.

War ich damals aufgeregt, EvD treffen zu dürfen? Aber klar! Die Aufregung verflog aber schnell in den allgemeinen Tischgesprächen. Und natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, EvD davon zu erzählen, dass bei mir alles mit ihm begann. Das zu tun hatte ich mir fest vorgenommen, und mit leicht erhöhtem Puls berichtete ich ihm davon. Seine Reaktion? Nun, er nahm es beiläufig, fast schon gleichgültig zur Kenntnis! Und mir war sofort klar, warum: er hatte solche Bekenntnisse wohl schon sehr sehr oft gehört! Als mir das klar wurde, konnte ich mir ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen. Ihm zu sagen, dass er der Anstoß meiner bedeutendsten Entwicklung war, war mir wichtig gewesen. Aber er hat zwei Generationen über Jahrzehnte hinweg mit seinen Theorien, mit seiner Forschung und seinen Büchern geprägt und aufgeweckt! Er wusste das sicherlich und ich war nur ein weiterer, den er erreicht hatte.

Erich von Däniken war ein unermüdlicher Verfechter seiner Ideen und Überzeugungen. An Ruhestand schien er dabei nicht gedacht zu haben. Und für sein Lebenswerk sprechen wir, Marie und Timo, unseren unbedingten Respekt aus. Wir senden unser herzlichstes Beileid an seine Familie und engsten Weggefährten, insbesondere auch an Ramon. Vielen Dank für euer weltweites Tun und Wirken, Aufklären und Aufwecken.

Über die Autoren:

Marie Berthold und Timo Féret

Professionelle Remote Viewer und Trainer bei Into The Matrix