Analytic Overlay: Was ist das eigentlich?

Analytic Overlay: Was ist das eigentlich?

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Im Controlled Remote Viewing arbeiten wir prinzipiell mit Eindrücken, die das Zielgebiet (das Target) beschreiben. Dabei vermeiden wir es, das Target zu benennen. Doch warum ist das eigentlich so?

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Wie wir den Alltag erleben

Nehmen wir einmal an, wir gehen an einem Freitagnachmittag als Fußgänger durch die Einkaufsmeile einer Großstadt. Dort sind unzählige Menschen. Sie reden, gehen mal langsamer und mal schneller, sie fahren Fahrrad, schieben Kinderwägen, haben Haustiere dabei, rufen sich quer über die Straße hinweg, lachen, fluchen. Außerdem fahren dort Autos, Busse, LKWs und Straßenbahnen. Es gibt Imbiss-Stände, die Geschäfte haben Leuchtreklame, es gibt Schaufenster etc.

In diesem Szenario werden wir mit unzähligen Eindrücken konfrontiert, vorrangig audio-visuell, aber auch Gerüche dürften wir viele wahrnehmen. Unter Umständen auch Geschmäcker, sofern wir den Imbiss-Ständen nicht widerstehen können. Auch der Tastsinn wird bedient, wenn wir Ladentüren öffnen, Kleider im Geschäften anprobieren, oder Hände uns bekannter Menschen schütteln. Wie überwältigend all diese Informationen sind, wird deutlich, wenn Menschen vom Dorf, kleine Kinder oder Tiere diesem Trubel ausgesetzt werden. Sie sind förmlich überladen.

In solchen Situationen läuft unser Verstand auf Hochtouren. Anstatt alle Farben, Konturen, Oberflächen, jede Nuance des betrachteten Objekts genau zu analysieren, wissen wir auf den ersten Blick, dass es sich um die Leuchtreklame eines Geschäfts handelt, selbst wenn wir das Logo und den Schriftzug noch nie zuvor gesehen haben. Unser Verstand ist also in der Lage, aus wenigen und gefilterten sensorischen Eindrücken blitzschnell Schlussfolgerungen zu ziehen und Analysen anzufertigen. Und das macht er großartig mit einer sehr geringen Fehlerquote! So finden wir uns in unserer physischen Umgebung zurecht und erkennen den Säbelzahntiger, noch bevor wir uns dessen wunderschöner Farbnuancen im Fell bewusst werden.

Was bedeutet das für einen Remote Viewer?

Prism Rainbow Specs on Grey Background Overlay

Ganz einfach: Der Verstand schaltet sich oft genug ein, weil er glaubt zu wissen, was das Target ist! Wir Viewer arbeiten in unseren Sessions blind. Das bedeutet, dass wir nicht wissen, was das Target ist. Wenn wir nun Eindrücke extrasensorisch bekommen, sagen wir blau, warm, wellig, dann wird unser Verstand unweigerlich zu der Schlussfolgerung kommen, dass es sich um das Meer handeln muss und wahrscheinlich ist da auch gleich der Sandstrand mit Palmen nebenan. Im Controlled Remote Viewing nennt man eine solche Schlussfolgerung Analytic Overlay (AOL). AOLs können sehr hartnäckig sein und die Session verfälschen. Remote Viewer beginnen dann das AOL zu beschreiben, und nicht mehr das Target. Es braucht einiges an Erfahrung um das zuverlässig zu bemerken, ohne jemals eine Garantie zu haben, dass nicht genau das passiert.

Um zu verdeutlichen, wie ein AOL die Session verfälscht, nehmen wir auch in unseren Seminaren gerne folgende Analogie zur Hand:

Sie stehen an einem Teich. Sie spüren einen ganz leichten Windhauch, der aber zu schwach ist,
um die Richtung, aus der er kommt, ermitteln oder fühlen zu können. Sie sehen aber auf dem
Teich ganz leichte und winzig kleine Wellen, die Ihnen die Windrichtung anzeigen. Nun wirft
ein kleiner Junge, der am Ufer des Teiches neben Ihnen steht, einen kleinen Stein in die Mitte
des Teiches. Sofort breiten sich kreisförmige Wellen im Teich aus, ausgehend von der Stelle, an
der der Stein ins Wasser fiel. Ab sofort überlagern diese kreisförmigen Wellen die vorherigen,
die durch den Windhauch ausgelöst wurden und Sie können nicht mehr erkennen, aus welcher
Richtung der Wind kommt.


Übertragen auf Remote Viewing bedeutet das: die Eindrücke aus dem Unterbewusstsein sind sehr
schwach wahrnehmbar. Jegliches AOL führt dazu, dass die richtigen Eindrücke aus dem Target überlagert werden und nicht mehr wahrnehmbar sind.

Daher gilt: Wir als Viewer müssen AOLs erkennen und loswerden!

Schwierig wird es, wenn AOLs hartnäckig werden oder auftreten, ohne dass der Viewer sie als solche wahrnimmt. Als Monitor bemerkt man ein festsitzendes oder unbewusstes AOL daran, dass der Viewer beginnt, eine konsistente Geschichte zu erzählen. Dinge ergeben für ihn plötzlich einen Sinn und er verfällt in das sogenannte Castle Building (es kommen nur noch Eindrücke zu Papier, die zu dem AOL passen). In Sessions, bei denen der Viewer on-target ist und kein AOL festhängt, ergeben die Eindrücke für ihn typischerweise keinen Sinn. Das bedeutet, dass der Verstand ratlos ist. Ein gutes Zeichen für die Qualität der Ergebnisse.

AOLs aus dem Unterbewusstsein

Es gibt eine weitere Art von AOL, die allerdings aus dem Unterbewusstsein selbst entstammen. Man spricht hier von sogenannten AOL/s, wobei das ‚s‘ für Signal Line steht, nach heutiger Theorie ein anderes Wort für das Unterbewusstsein. Einem AOL/s gehen keine Eindrücke voraus und es handelt sich in dem Sinne nicht um Schlussfolgerungen des Unterbewusstseins. Im Gegenteil: AOL/s treten meist unerwartet auf und sind eng mit Erinnerungen, unterbewussten Ängsten oder Wünschen verknüpft. Der Viewer kann meist nicht nachvollziehen, was sie mit dem Target zu tun haben. AOL/s sind aber eine Art des Unterbewusstseins, uns als Viewer etwas über das Target zu sagen, und zwar eben in Form von Erinnerungen, Ängsten oder Wünschen (Lyn Buchanan bezeichnet AOL/s daher auch als Subconscious Transference of Recollections, Anxieties and Yearnings to Consciously Accessible Thought, kurz STRAY CAT; hier stecken die englischen Begriffe für Erinnerungen, Ängste und Wünsche drin, die aus dem Unterbewusstsein übertragen und als bewusster Gedanke wahrgenommen werden können).

Beispiel gefällig? Ich (Timo) sollte mal einen mir nicht sichtbaren Gegenstand beschreiben. Ad-hoc, ohne CRV Session. Mir kamen die ersten farblichen Eindrücke und plötzlich hatte ich das Bild aus Jabba the Hutt im Kopf. Zur Erinnerung: Jabba the Hutt ist eine Figur aus den alten Star Wars Filmen; eine speckige, wurmähnliche Figur die sich in aller Breite auf dem Boden fläzte. Ich konnte damit nichts anfangen, wusste aber, dass mein Unterbewusstsein etwas sagen will. Die Erinnerung an diese Filmfigur war ein Schlüssel zur Beschreibung des Gegenstandes. Wollen Sie wissen, was der Gegenstand war? Eine kleine Buddha-Statue, mit entsprechendem Körperfett ausgestattet, die sich gemütlich vor einem kleinen Teich niedergelassen hat.

Was sagt ein AOL bzw. AOL/s über das Target aus?

Ganz wichtig: Nur weil es ein AOL oder ein AOL/s ist, bedeutet das nicht, dass es falsch ist! In den allermeisten Fällen aber treffen weder ein AOL noch ein AOL/s das Target zu 100%, weisen aber signifikante Ähnlichkeiten mit diesem auf. Im anfangs erwähnten Beispiel der Eindrücke warm, blau, wellig und dem AOL Meer liegt möglicherweise ein Haus mit blauem Ziegeldach im Sommer zugrunde. Die Ähnlichkeit zwischen einem übergewichtigen, gemütlich an einem Teich liegenden Buddha und Jabba the Hutt liegen ebenfalls auf der Hand. Es ist aber eben nicht das gleiche.

Es kommt trotzdem häufig genug vor, dass der Viewer ein AOL Treffer hat, er also analytisch korrekt schlussfolgert, was das Target ist. Bei einem AOL/s sind Treffer weit seltener, da diese an die persönlichen Erinnerungen, Ängste und Wünsche des Viewers gebunden sind. In jedem Fall gilt: selbst bei einem richtigen AOL oder AOL/s muss sich der Viewer davon lösen. Der Monitor darf dem Viewer also weder direkt noch indirekt zu verstehen geben, dass er soeben aus eigenem Antrieb das Target gelüftet hat. Denn dann ist die Session zu Ende und wertvolle Informationen bleiben verborgen. Denn weiß der Viewer, was nun das Target ist, übernimmt sein Verstand die Session und er kommt an die intuitiven Eindrücke nicht mehr heran. Dann nämlich wirft der Junge keinen Stein in den Teich, sondern hält gleich einen 300PS Außenbordmotor hinein.

Sie möchten selbst Remote Viewer werden? Wir bieten professionelle Schulungen und Kurse an, in denen Sie die Technik der Fernwahrnehmung selbst erlernen können. 

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Marie Priebusch und Timo Féret

Marie Priebusch und Timo Féret

Professionelle Remote Viewer und Ausbilder bei Into The Matrix

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