Das Unterbewusstsein – Ein Mysterium

Das Unterbewusstsein – Ein Mysterium

Das Unterbewusstsein gilt vielen Menschen als der Ort, in dem Automatismen und angelernte Muster sitzen und unser Verhalten steuern. Obwohl das nicht falsch ist, greift diese Betrachtungsweise zu kurz und unser Unterbewusstsein hat deutlich vielfältigere Facetten, wie man im Remote Viewing sehen kann.

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Wir sind sowohl lokal als auch nicht-lokal in der Raumzeit verortet

Das Wachbewusstsein lebt im Hier und Jetzt. Es verarbeitet Sinneseindrücke, die der Körper im Jetzt und lokal in seiner physischen Umgebung wahrnimmt. Auch wenn wir mal Tagträumen, uns an etwas erinnern, uns ein kommendes Ereignis vorstellen oder Lebenspläne schmieden: Das Wachbewusstsein ist und bleibt an seinen Platz in Raum und Zeit gefesselt. Auch das Unterbewusstsein ist oberflächlich betrachtet lokal in der Raumzeit gefangen: In dem es auf äußere Sinnesreize reagiert, steuert es unser Verhalten vorbei an unserer bewussten Wahrnehmung. Diese Automatismen haben immer auch einen Bezug zu Raum (die physische Umgebung des Körpers) und Zeit (dem Zeitpunkt, in dem die Automatismen in Gang gesetzt werden).

Doch gibt es einen tieferliegenden Teil des Unterbewusstseins, für den die Lokalität nicht mehr zuzutreffen scheint. Diesen Teil nennen wir (in Ermangelung eines besseren Begriffs, der weder religiös noch esoterisch eingefärbt ist) das Unbewusste. Es ist eben jenes Unbewusste, das uns als Quelle der Intuition beim Remote Viewing Informationen liefern kann. Die Informationen sind dabei raum- und zeitunabhängig. Es spielt also keine Rolle, wie weit das Ziel einer Remote Viewing Session von uns entfernt ist, noch ist es von Relevanz, ob das Ziel in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft liegt. Das Unbewusste hat somit Zugriff auf raum- und zeitunabhängige Informationen. Es selbst scheint demnach nicht-lokal zu sein (Der Begriff nicht-lokal beschreibt eben jenen Zustand, nicht in Raum und Zeit verortet werden zu können). Diesen nicht-lokalen Raum, in dem unser Unbewusstes lebt, kann man ganz vielfältige Bezeichnungen geben. Nach Burkhard heim wären dies wohl die informatorischen Dimensionen X5 und X6, Ulrich Warnke nennt es aus philosophischer Betrachtung die Interwelt. Manchen Menschen nennen es Gott, oder das Meer aller Möglichkeiten, den Raum aller Wahrscheinlichkeiten, die Welt der Ideen.

Das Gehirn und nicht-lokale Bewusstseinsprozesse

Da bekannt ist, dass in der Regel logische und rationale Prozesse linkshemisphärisch im Gehirn verortet werden können, während intuitive und kreative Prozesse ebenso wie Vorgänge im Remote Viewing eher rechtshemisphärisch veranlagt sind, wird deutlich, dass auch die nicht-lokalen Vorgänge in uns in unserem Gehirn nachgewiesen werden können. Dazu bedarf es aber des Übergangs von Nicht-Lokalität hin zu Raum (dem Gehirn) und Zeit (dem Zeitpunkt der rechtshemisphärischen Aktivität). Es ist also davon auszugehen, dass die rechtshemisphärischen Aktivierungen im Gehirn während einer Session nicht direkt die nicht-lokalen Bewusstseinsprozesse im Unbewussten widerspiegeln, sondern lediglich ein Ergebnis daraus sind. Hier wäre sicher noch eine Menge Raum für zukünftige Forschung.

Unser Bewusstseinsmodell

Unserer persönlichen Vorstellung nach sind wir als Bewusstsein (mit Wach- und Unterbewusstsein sowie unserem Unbewussten) Teil eines kollektiven Bewusstseins. Diesem Modell nach, das auch immer wieder mit C.G. Jung und dessen kollektivem Unbewussten zitiert wird, sind wir (als Bewusstsein) nichts anderes als Wellen auf dem Ozean: Individuell, aber Teil eines großen Ganzen. Letztlich gehen auch Arbeiten wie das Global Consciousness Project in diese Richtung.

Ob das kollektive Bewusstsein Teil unserer Realität ist oder nicht, bleibt letztlich eine Frage der Weltanschauung. Im Gegensatz zu unserem nicht-lokalen Unbewussten entzieht es sich uns der direkten Messung durch den Prozess der Fernwahrnehmung.

Das Remote Viewing Protokoll selbst macht sich übrigens das Bewusstseinsmodell, bestehend aus Wachbewusstsein, Unterbewusstsein und Unbewusstem, zunutze und fungiert letztlich als Kommunikationsprotokoll. Ähnlich wie im Internet zwei Computer eine Einigung über ein Kommunikationsprotokoll treffen müssen, das beide Seiten verstehen und das beiden Seiten gerecht wird, so ist das RV Protokoll die Art, mit der sich Wach- und Unterbewusstsein (bzw. Unbewusstes) miteinander unterhalten. Und ähnlich wie beide Computer zur Umsetzung des Kommunikationsprotokolls auf ein Kabel zurückgreifen, genauso verwendet das RV Protokoll bei der Umsetzung der Kommunikation den Körper als eine Art Übertragungsmedium, in dem beide Seiten (Wachbewusstsein und Unterbewusstsein / Unterbewusstsein) darauf zugreifen.

Die Individualität des Unbewussten

Das faszinierende ist, dass das Unbewusste seine eigene Individualität aufweist. So lernen nicht nur wir den bewussten Umgang mit dem Remote Viewing Protokoll inkl. seiner Fallstricke und Besonderheiten, sondern auch unser Unbewusstes lernt den Fernwahrnehmungsprozess und die Kommunikation mit uns als Wachbewusstsein mit Hilfe des Protokolls und des Körpers.

Anmerkung: An dieser Stelle sind wir uns übrigens des Widerspruchs, in den wir hier geraten, durchaus bewusst. Denn Lernen hat immer einen zeitlichen Bezug. Genau den sprechen wir dem Unbewussten allerdings ab. Wie dieser Widerspruch aufzulösen ist, können wir nicht sagen. Wir wissen aber sehr wohl, dass wir uns als Menschen eine Existenz ohne Zeit nicht vorstellen können. Das erlaubt schon unsere Sprache nicht, geschweige denn unser Erfahrungshorizont oder unsere Gedankenwelt. So ist unsere Vermutung, dass sich dieser Widerspruch daher erklärt, dass unser Verständnis von Zeit falsch ist, ohne dass wir hier aus mangelnder Vorstellungskraft heraus an dieser Stelle mehr dazu sagen könnten.

 

Sie möchten selbst Remote Viewer werden? Wir bieten professionelle Schulungen und Kurse an, in denen Sie die Technik der Fernwahrnehmung selbst erlernen können. 

Aber zurück zu unseren Beobachtungen. Unser Unbewusstes hat darüber hinaus seinen ganz eigenen Charakter. Wenn man genügend Erfahrung als Remote Viewer im Gepäck hat, so erkennt man beispielsweise einen ganz eigenen Humor des Unbewussten, ebenso wie seine eigenen Wünsche, Gefühle, Sichtweisen und diese können sich von unseren unterscheiden. Hier sind wir nun bei der Individualität des Unbewussten. Lyn Buchanan geht soweit zu sagen: Das Unbewusste ist sich selbst absolut bewusst. Wir möchten aus eigenen Erfahrungen ergänzen: Das Unbewusste ist raum- und zeitunabhängig, individuell, sehr weise und doch auch kindlich naiv, sich selbst sehr wohl bewusst und es wächst und erfreut sich daran, mit uns etwa durch RV direkt in Kontakt zu treten.

Es hat viel zu erzählen, also hören wir ihm doch mal ganz bewusst zu.

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Marie Priebusch und Timo Féret

Marie Priebusch und Timo Féret

Professionelle Remote Viewer und Ausbilder bei Into The Matrix

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